Lungerer Gewerbe öffnet seine Türen für die Berufsolympiade
Aus der Schulstube in den Berufsalltag
Die Wirtschaftskommission Lungern (WIKO) hat den 26 Schülerinnen und Schüler der Berufswahlklasse eine einzigartige Chance geboten. Rund 30 Lungerer Betriebe öffneten ihre Türen während einer „Berufsolympiade“. Keine Schülerfrage blieb an diesen Tagen unbeantwortet.
Die Berufswahl wird zum immer wichtigeren Kerngeschäft an unseren Schulen. Im achten Schuljahr – das heisst in Lungern in der 2. IOS – müssen die Jugendlichen einen ersten bedeutungsvollen Vorentscheid treffen: Aus zahllosen möglichen Berufen sollen sie eine erste Auswahl treffen. Anders gesagt: Bis zum November des Berufswahljahres müssten Schülerinnen und Schüler drei bis fünf für sie in Frage kommende Berufe in einer Rangliste eingetragen haben. Was recht einfach tönt, ist für die dreizehnjährigen Buben und Mädchen, die mitten in der Pubertät stecken und noch „das Recht auf Träume“ haben, oft ein mehr als schwieriges Unterfangen. Schwierig vor allem, weil zu diesem Zeitpunkt noch kaum ein Mädchen oder ein Knabe einen realistischen Einblick in den Berufsalltag gehabt hat. Bislang war es so, dass die nicht unwesentlichen Vorentscheide aufgrund „grauer Theorie“ gefällt werden mussten: Als Hilfe mochten den Jugendlichen Seiten aus dem Internet oder Berufsbilder aus dem Berufsinformationszentrum BIZ dienen. Die Möglichkeit zu eigentlichen Schnupperlehren hatten sie in diesem Zeitpunkt nicht. Diese wurde ihnen dann im folgenden Frühjahr – also erst, nachdem sie die Rangliste ihrer Wunschberufe bereits aufgestellt hatten – geboten.
Fotos:
